Werner Galabau
06.11.2017 19:20 Alter: 13 days
Kategorie: Garten- und Landschaftsbau
Pflanzenschutz-Bericht der EU-Kommission

Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in Deutschland vorbildlich


Am 10. Oktober 2017 hat die EU-Kommission einen Bericht zur Umsetzung der Richtlinie zum nachhaltigen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln veröffentlicht. Wie der Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG) berichtet, wird in dem Bericht die Umsetzung der Richtlinie zum nachhaltigen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in allen Mitgliedstaaten bewertet.

Deutschland schneidet in der Studie vorbildlich ab. So konnten messbare Fortschritte bei der Risikominderung nachgewiesen werden. Auch Schulungs- und Zertifizierungsprogramme, wie beispielsweise der Pflanzenschutz-Sachkunde-Nachweis, beschreibt die Studie als vorbildlich. Zudem wird positiv angemerkt, dass Deutschland sein 30-Prozent-Ziel der Risikominderung im Bereich aquatische Umwelt und Nichtzielorgansimen im Zeitraum von 1996 bis2006 erreichen konnte. Die Überprüfung von technischer Ausrüstung zum Einsatz von Pflanzenschutzmitteln hält Deutschland zu 93 Prozent ein.

„Das positive Abschneiden Deutschlands in der Studie ist auch auf die gewissenhafte Umsetzung des Nationalen Aktionsplans und die klare Fokussierung auf den integrierten Pflanzenschutz durch unsere Gärtner zurückzuführen, konstatierte Jürgen Mertz, Präsident des Zentralverbandes Gartenbau e.V. (ZVG).  Zugleich wies Mertz darauf hin, dass jedwede Resistenzbildung vermieden werden müsse. "Entsprechend müssen ausreichend Pflanzenschutzmittel zur Verfügung stehen“, so der Verbandschef.

Der Bericht zeigt, generell wird die Richtlinie in allen Mitgliedstaaten ausreichend umgesetzt. In vielen Mitgliedstaaten gibt es an der einen oder anderen Stelle noch Verbesserungsbedarf. Beispielsweise können viele Mitgliedstaaten keine messbaren Ergebnisse zur Zielerreichung z.B. in den Bereichen Schutz der Gewässer oder öffentlicher Anlagen vorlegen. Zum Teil wird auch der integrierte Pflanzenschutz von einigen EU-Staaten noch zu wenig genutzt.

Im Nachgang an den Bericht sollen die EU-Mitgliedstaaten ihre Nationalen Aktionspläne überprüfen und überarbeiten. Verbesserungsbedarf wird insbesondere bei der Festlegung von spezifischen und messbaren Zielen und Indikatoren für eine langfristige Strategie gesehen. Die Kommission plant, EU-weit harmonisierte Risikoindikatoren zu erarbeiten.

cs/ZVG

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