Werner Galabau
01.12.2017 09:36 Alter: 12 days
Kategorie: Energie und Biomasse
Großes Energiesparpotenzial

Energiesparkonto hilft Kommunen bei ihrem Energiemanagement


17.500 Kilowattstunden Strom kann eine Schule mit 600 Schülern pro Jahr sparen, wenn die Beleuchtung auf energiesparende LED-Lampen umgestellt wird. Das entspricht mehr als 5.000 Euro Stromkosten. Mit einer Optimierung der Heizanlage sind jährlich noch einmal 30.000 Kilowattstunden möglich – das sind rund 2.000 Euro weniger Heizkosten.

Gerade in öffentlichen Gebäuden wie Rathäusern, Schulen, Kindergärten oder Altenheimen ist das Energiesparpotenzial hoch. Doch nur wenige Kommunen haben einen genauen Überblick über die vielen Zählerstände und Energiedaten. Umso schwerer fällt eine Analyse. Das Energiesparkonto kann Kommunen beim Verwalten und Auswerten ihrer Energieverbrauchsdaten helfen – und Sparmöglichkeiten aufdecken. Mit dem kostenlosen Online-Tool können sie auf https://www.energiesparkonto.de Daten zu Strom, Heizenergie und Wasser erfassen; ebenso Photovoltaikerträge oder die Ausgaben des Fuhrparks. Das Konto wird unterstützt durch die Mitmachkampagne „Mein Klimaschutz“ im Auftrag des Bundesumweltministeriums.

Monitoring für Kommunen und Klimaschutzmanager


„Die Nachfrage nach Monitoring für öffentliche Gebäude steigt. Vor allem kleinere Kommunen können mit dem Energiesparkonto ihren Energieverbrauch professionell dokumentieren und bewerten. Damit sparen sie Energie und Kosten und leisten einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz“, sagt Tanja Loitz, Geschäftsführerin der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online, die das Konto entwickelt hat. Kommunen, die das Energiesparkonto nutzen, verbessern nicht nur ihr Energiemanagement. Auch für das Verfassen von Energieberichten ist es hilfreich, den Verbrauch genau zu überblicken. „Das ist besonders interessant für Klimaschutzmanager und Energiesparbeauftragte.“

Einfaches Erfassen, Speichern und Auswerten von Daten


Mit dem Energiesparkonto lassen sich Verbrauchsdaten vieler Gebäude und verschiedenste Zählerstände unkompliziert sammeln und speichern. Die Daten werden entweder automatisch per Smart Meter übertragen, per Hand eingegeben oder mit der App EnergieCheck (http://www.co2online.de/energiecheck) direkt am Zähler erfasst. Dabei können auch mehrere Anwender gleichzeitig Daten eingeben. Diagramme machen Zusammenhänge und Sparpotenziale sichtbar und geben Hinweise für energetische Sanierungsmaßnahmen.

Darum nutzen Kommunen das Energiesparkonto

Unterhaching, Bayern: „Lange Zeit haben wir unser Energiemanagement per Tabellenkalkulation gemacht – das war sehr fehleranfällig. Mit dem Energiesparkonto haben wir gute Erfahrungen gemacht. Daher empfehle ich es auch den Klimaschutzmanagern im Landkreis weiter.“ (Leonie Pilar, Klimaschutzmanagerin Unterhaching)

Samtgemeinde Horneburg, Niedersachsen: „Vor allem für kleine Kommunen lohnt sich das Energiesparkonto. Denn es ermöglicht ein schlankes Monitoring ohne große Investitionen. Durch das dezentrale Erfassen und Speichern der Zählerstände gibt es keine Datenverluste mehr. Zudem kann das Konto mobil und von mehreren Anwendern gleichzeitig genutzt werden – das ist ein großer Vorteil.“ (Peer Hauschildt, Gebäudemanager Samtgemeinde Horneburg)

Landkreis Teltow-Fläming, Brandenburg: „Wir haben insgesamt zwölf Schulen im Energiesparkonto erfasst. Die Hausmeister sind für das Ablesen verantwortlich. Beim Sammeln der Zählerstände können aber auch die Schüler miteinbezogen werden. So bekommen sie ein Verständnis für den Energieverbrauch.“ (Werina Neumann, Klimaschutzmanagerin Landkreis Teltow-Fläming)

Gemeinde Hohenbrunn, Bayern: „Das Energiesparkonto ist für Kommunen eine gute Möglichkeit zum Start in ein intelligentes Energiemanagement. Mit dem Konto können wir unsere Verbrauchsdaten sehr einfach dokumentieren und alle Energieverbräuche schnell überblicken. Außerdem nutzen wir es, um Energieberichte zu erstellen.“ (Tanja Hellmann, Klimaschutzmanagerin Gemeinde Hohenbrunn)

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