Werner Galabau
20.08.2017 10:15 Alter: 90 days
Kategorie: Umwelt und Natur
Klimaschutz

Energiespartipps für Schüler und Lehrer zum Schulstart


Schulen in Deutschland sind Energiefresser: Laut Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu) verbraucht eine mittelgroße Schule circa 1.000.000 Kilowattstunden pro Jahr für Wärme und 100.000 Kilowattstunden für Strom. Das entspricht Heizkosten von rund 50.000 Euro und Stromkosten von 25.000 Euro. Damit sind Verbrauch und Kosten in Schulen deutlich höher als in anderen öffentlichen Gebäuden.

Die gemeinnützige co2online GmbH gibt zum Schulstart Tipps, wie Schüler und Lehrer ihren Energieverbrauch senken und so das Klima schützen können – auf dem Weg zur Schule, während des Unterrichts und auch danach.

Sechs Tipps für Klimaschutz rund ums Klassenzimmer

1. Mit dem Laufbus klimafreundlich zur Schule kommen

Vor allem Grundschüler werden oft mit dem Auto zur Schule gebracht, da ihre Eltern sie nicht alleine zur Schule laufen lassen möchten. Abhilfe schaffen Laufbusse. Die Idee: Eine Gruppe von Schülern legt den Schulweg gemeinsam zurück und wird dabei von einem Erwachsenen begleitet. Ist der Schulweg zu lang, um ihn mit dem Fahrrad oder zu Fuß zu bewältigen, können Fahrgemeinschaften gegründet und Mitfahrbörsen gestartet werden.

2. Heiz- und Stromverbrauch im Klassenraum senken

Besonders viel Energie lässt sich in der Schule selbst sparen. Ist die Temperatur im Klassenraum zu hoch, gilt: Heizung runter drehen. Jedes Grad weniger spart circa sechs Prozent Heizenergie. Für Klassen- und Lehrerzimmer werden 20 Grad empfohlen. Auch beim Licht gilt: wenn möglich, bitte ausschalten. Um ungewolltes An- und Ausschalten von Lampen zu verhindern, können Lichtschalter beschriftet werden.

3. Schüler spüren Energiefresser auf


In vielen Schulen gibt es „Energiedetektive“, die kontrollieren, ob die Heizung heruntergedreht, der Müll getrennt und Elektrogeräte vollständig vom Netz genommen wurden. Falls nicht, erinnern sie ihre Mitschüler an energiesparendes Verhalten. Plakate mit Energiespartipps fürs Klassenzimmer können auf www.energiesparmeister.de/energiesparen kostenlos heruntergeladen werden.

4. Energiesparkonto für Schulen nutzen


Beim Überprüfen der Einsparerfolge hilft das kostenlose Energiesparkonto (http://www.energiesparkonto.de). Hier können Schüler und Lehrer ihren Energieverbrauch regelmäßig eintragen und genau sehen, wie stark sie ihn senken konnten. Das motiviert nicht nur, sondern zeigt auch, welche Maßnahmen sich besonders lohnen.

5. Fifty/Fifty-Prämien sichern


Anreize zum Energiesparen bieten sogenannte Fifty/Fifty-Programme. Die Idee dahinter: Der Schulträger zahlt der Schule am Ende des Jahres einen vorher festgelegten Anteil ihrer eingesparten Energiekosten aus. So profitiert die Schule direkt von den Einsparungen und kann die Gelder nutzen, um beispielsweise weitere Klimaschutzprojekte anzustoßen.

6. Teilnahme an Klimaschutzwettbewerben


Schulen, die bereits für den Klimaschutz aktiv sind, können sich bei regionalen oder bundesweiten Klimaschutzwettbewerben wie dem Energiesparmeister-Wettbewerb für Schulen (www.energiesparmeister.de) bewerben. Neben der zusätzlichen Öffentlichkeitsarbeit winken Preisgelder, die bei der Finanzierung des Projekts helfen können.

Was Schulen sonst noch tun können, um ein erfolgreiches Klimaschutzprojekt zu starten und wie sie ihr Projekt finanzieren können, verrät der Leitfaden „Klimaschutz im Klassenzimmer“, der kostenlos auf www.energiesparmeister.de/leitfaden heruntergeladen werden kann.

cs/co2online/perspektive-mittelstand.de

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