Werner Galabau
13.06.2017 21:11 Alter: 99 days
Kategorie: Wirtschaft und Mittelstand

Nanotechnologie verändert Alltag


Nanotechnologie ist eine Schlüsseltechnologie der Zukunft. Bayern investiert in die Forschung, um die Chancen der Nanotechnologie zu nutzen und Risiken so früh wie möglich zu erkennen, betonte die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf anlässlich der Veröffentlichung der Abschlussergebnisse von sechs Forschungsprojekten zum Thema Nanotechnologie, die vom Bayerischen Umweltministerium insgesamt mit rund 1,8 Millionen Euro finanziert wurden.

"Nanotechnologie ist eine wichtige Zukunftstechnologie. Die Wissenschaft von den kleinsten Dingen der Welt wird unseren Alltag verändern. Bereits heute werden Nanomaterialien in vielen Bereichen genutzt – ob selbstreinigende Fensterscheiben, Nanosilber in Implantaten oder UV-Filter in Sonnencremes. Eine umweltverträgliche und verantwortungsvolle Nutzung ist für Bayern von zentraler Bedeutung. Mit der Veröffentlichung der Projektergebnisse stellen wir aktuellstes Wissen aus verschiedenen Bereichen der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung", so Scharf.

Nach Mitteilung des Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) behandeln  die abgeschlossenen Projekte zum Thema Nanotechnologie unter anderem Fragen aus den Bereichen Umweltanalytik, Photovoltaik oder Arzneimittel- und Risikoforschung. So wurden beispielsweise neuartige Fertigungsmethoden für leistungsfähige Solarzellen entwickelt, die gleichzeitig durch Silizium-Nanopartikel eine umweltverträglichere Herstellung ermöglichen. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Projekte wurden bereits darauf aufbauende Folgeprojekte angestoßen.
 
Bereits 2013 hatte der Freistaat den Projektverbund "UMWELTnanoTECH" gestartet, unter dessen Dach zehn Einzelprojekte mit rund drei Millionen Euro gefördert wurden. Es handelte sich dabei vor allem um Projekte aus den Bereichen Ressourcen- und Klimaschutz sowie Energiespeicher. Die Ergebnisse wurden Ende 2016 auf einem internationalen Kongress präsentiert. Bis 2019 wird das Umweltministerium innerhalb von zehn Jahren Mittel in Höhe von 9 Millionen Euro für die Begleitforschung in der Nanotechnologie investieren.
 
Unter dem Begriff Nanotechnologie werden alle Verfahren und Anwendungsbereiche verstanden, bei denen die neuartigen funktionalen Strukturen eine Größe von unter 100 Nanometern haben. Im Alltag kommt Nanotechnologie zum Beispiel bei Sonnenschutzmitteln, Klimaanlagen oder Brillengläsern zum Einsatz. Ein Nanometer entspricht einem milliardstel Meter. Zum Vergleich: Ein menschliches Haar ist rund 80.000 Nanometer dick.

cs/StMUV

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