Werner Galabau
05.10.2017 19:05 Alter: 67 days
Kategorie: Energie und Biomasse
Mehr Industriestrom

Stromerzeugung in der Industrie nimmt weiter zu


Die Stromerzeugung nimmt in der deutschen Industrie eine wachsende Bedeutung ein. Im Jahr 2016 produzierten Unternehmen des Verarbeitendes Gewerbes und des Bergbaus 54 Terawattstunden (TWh) Strom, hat das Statistische Bundesamt (Destatis) ermittelt. Das ist ein Anteil von 11,2 Prozent an der von der amtlichen Statistik erfassten Bruttostromerzeugung in Deutschland (inkl. Der öffentlichen Kraftwerke). Damit hat sich der Anteil der von Industrie produzierten Stroms an der gesamten Bruttostromerzeugung gegenüber dem Jahr 2015 um 0,8 Prozentpunkte erhöht. Auf Zehnjahressicht erhöhte sich der Industrieanteil an der Bruttostromerzeugung um 2,6 Prozentpunkte. Im Jahr 2006 hatte dieser lediglich 8,6  Prozent betragen. %) stieg dieser Anteil um 2,6 Prozentpunkte. „Die Industriekraftwerke dienen in erster Linie der Eigenversorgung, jedoch wird vielfach Elektrizität an andere Betriebe oder an das öffentliche Netz abgegeben“, so die Statistikbehörde.

Auch die Zusammensetzung der eingesetzten Energieträger hat sich seit 2006 verändert. Hatte der Anteil von Erdgas im Jahr 2006 noch 32,4 Prozent betragen, belief er sich 2016 auf 46,6 Prozent. Damit ist Erdgas heute der wichtigste Energieträger in der Industrie. Demgegenüber hat sich der Anteil der aus Stein- und Braunkohle produzierten Energie stark verringert. Während 2006 noch 28,6 Prozent des Stroms in Deutschland hieraus gewonnen wurden, waren es 2016 nur mehr 11,6 Prozent. Weitere 21,1 Prozent des Industriestroms wurden im Jahr 2016 aus sonstigen Gasen, 8,3 Prozent aus Biomasse, 1,6 Prozent aus Heizöl bzw. Dieselkraftstoff, 0,3 Prozent aus Wasserkraft und 10,5 Prozent aus sonstigen Energieträgern produziert. Demgegenüber hat sich der Anteil der aus Stein- und Braunkohle produzierten Energie stark verringert. Während 2006 noch 28,6 Prozent des Stroms in Deutschland hieraus gewonnen wurden, waren es 2016 nur mehr 11,6 Prozent.

Spitzenreiter bei der Energieerzeugung ist die Chemische Industrie. Auf sie entfiel 2016 knapp ein Drittel (31 %) der von der Industrie erzeugten Strommenge. Dahinter folgten die Metallerzeugung und -bearbeitung (20 %) und der Bereich „Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus“ (13 %).

cs/Destatis/Perspektive-Mittelstand.de

News, Downloads und Veranstaltungen