Werner Galabau
20.07.2017 21:20 Alter: 120 days
Kategorie: Garten- und Landschaftsbau
Gärtner-Ausbildung

Was Auszubildende in einer Gärtnerlehre lernen


„Nur die Harten kommen in den Garten“, heißt es so schön. Ein wenig lässt sich der aus dem Gartenbau stammende Spruch auf die Ausbildung zum Gärtner beziehen. Hier machen sich junge Menschen im Umgang mit Pflanzen gelegentlich die Hände schmutzig, werden beim Arbeiten an der frischen Luft auch mal nass und lernen, angstfrei mit schweren Maschinen und moderner Technik umzugehen. Wem das nichts ausmacht, der kann im Gartenbau einen echten Traumberuf erlernen.

Ständige Abwechslung ist angesagt

Gärtner ist ein klassischer Lehrberuf. Doch statt mit Holz oder Metall lernen Auszubildende den Umgang mit Pflanzen. Das Tolle ist: Gärtner sehen ihre geleistete Arbeit wachsen und gedeihen. Wer es gerne handfest mag, bereitwillig mit anpackt und nicht den ganzen Tag am Schreibtisch sitzen mag, kann während einer dreijährigen Gärtnerausbildung viel lernen. Hier wird nicht jeden Tag das gleiche gemacht. Stattdessen ist ständige Abwechslung angesagt – je nachdem, welche Jahreszeit und wie das Wetter gerade ist. So kommt es, dass kaum ein Beruf so vielseitig ist wie Gärtnerin oder Gärtner. Junge Menschen mit Liebe zu Pflanzen, ästhetischem Empfinden und handwerklichem Geschick bringen gute Voraussetzungen für eine Ausbildung mit.

Spezialisierung beginnt früh

An erster Stelle bei der Ausbildung stehen Pflanzen und ihre Bedürfnisse. Die fallen, je nach Art der Ausbildung, ganz unterschiedlich aus. Denn schon früh beginnt die Spezialisierung auf eine von sieben Fachrichtungen. Dabei erleichtert moderne Technik heute die körperliche Arbeit in freier Natur, im Gewächshaus oder im Verkaufsraum. Und darum lernen Gärtner neben dem Umgang mit Pflanzen auch die Bedienung von Computern und speziellen Maschinen. Ein weiterer wichtiger Lerninhalt der Ausbildung dreht sich darum Kunden, zu beraten, Ware zu präsentieren und zu verkaufen. Es wird also sowohl handwerkliches Können und Fachwissen gelehrt als auch Kreativität. Teamspirit ist ebenfalls gefragt, denn Gärtner arbeiten selten allein.

Wechsel aus Berufspraxis und Unterricht


Ihre Berufspraxis erlernen angehende Gärtner in einem anerkannten Ausbildungsbetrieb. Überbetriebliche Lehrgänge etwa an Lehr- und Versuchsanstalten oder Bildungszentren ergänzen und vertiefen die Ausbildung. Hinzu kommt der regelmäßige Besuch einer Berufsschule, ein- bis zweimal in der Woche oder als Blockunterricht. Am Ende der Ausbildung steht eine Prüfung an, in der neben dem fachlichen Wissen und Können Schlüsselqualifikationen wie zum Beispiel eigenverantwortliches Handeln, selbstständiges Planen sowie die Kontrolle von Arbeitsvorgängen abgefragt werden. Anschließend stehen den ausgebildeten Gärtnern viele Möglichkeiten offen, in der Wachstumsbranche Gartenbau einen Traumjob zu finden.

Sieben Fachrichtungen stehen zur Auswahl


Wer den Gärtnerberuf erlernen will, kann sich für eine von sieben Fachrichtungen entscheiden. Bei einer Ausbildung in einer Baumschule steht das Vermehren und Heranziehen von Gehölzen im Mittelpunkt. In einer Friedhofsgärtnerei geht es unter anderem um die gärtnerische Anlage, Gestaltung und Pflege von Grabstätten. Auszubildende im Garten- und Landschaftsbau lernen, Privatgärten zu gestalten, Parkanlagen zu verschönern sowie Sport- und Kinderspielplätze anzulegen. Im Gemüsebau wie auch im Obstbau stehen die Produktion von wertvollen Lebensmitteln im Vordergrund, während Gärtner in einer Staudengärtnerei sowie im Zierpflanzenbau für das Aufziehen und Verkaufen von dekorativen Blumen und Pflanzen zuständig sind. Weiterführende Informationen zum Beruf Gärtner finden sich auch unter http://www.beruf-gaertner.de.

cs/GMH

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