Werner Galabau
23.03.2017 21:13 Alter: 263 days
Kategorie: Umwelt und Natur
Ausbau des Boden- und Gewässerschutzes

Wasserpakt für Bayerns Landwirtschaft unterzeichnet

(StMELF

Mit einem breiten Bündnis von Erzeugern, Wasserversorgern, Verbänden und Institutionen will Landwirtschaftsminister Helmut Brunner den Boden- und Gewässerschutz im Freistaat voranbringen. 14 verschiedene Verbände und Organisationen haben dazu auf seine Initiative hin jetzt einen „Wasserpakt“ geschlossen und unterzeichnet – mit dabei ist auch das bayerische Umweltministerium. „Für den Gewässerschutz erreichen wir am meisten, wenn alle Akteure ihren Beitrag leisten und intensiv zusammenarbeiten“, so Brunner bei einem Pressetermin in München. Der Wasserpakt sei eine wertvolle Grundlage für gemeinsame Anstrengungen und Erfolge.

„Gewässerschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Bis 2021 werden insgesamt rund 1,2 Milliarden Euro in den Schutz der Gewässer in Bayern investiert. Zu den wichtigsten anstehenden Aufgaben geho?rt es, das Grundwasser noch besser zu schützen, den Eintrag von Na?hrstoffen in die Gewa?sser zu reduzieren, den Flüssen wieder mehr Raum zu geben und die Durchga?ngigkeit für Wasserlebewesen zu verbessern. Dabei kann der Wasserpakt mit seinen vielfältigen Akteuren wichtige Impulse geben", konstatierte Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf.

Brunner zufolge soll das Bündnis vor allem dazu beitragen, die Bodenerosion und die damit verbundenen Nährstoffeinträge in Bäche und Seen zu minimieren. „Der Wasserpakt ist ein starkes Signal, dass alle Akteure dieses Ziel mit Nachdruck erreichen wollen“, so der Minister. Dazu gibt es nach Mitteilung des Ministeriums in der gemeinsamen Erklärung eine Reihe von Selbstverpflichtungen, zu denen sich die Beteiligten mit ihrer Unterschrift bekennen. Als eigenen Beitrag wird der Freistaat unter anderem die Zahl der Wasserberater verdoppeln, Bildungsaktivitäten an den Fachschulen verstärken, spezielle Forschungsprojekte initiieren, durch finanzielle Anreize eine besonders boden- und gewässerschonende Bewirtschaftung voranbringen und ein landesweites Netz von Modellbetrieben einrichten, auf denen sich Landwirte über geeignete Verfahren informieren können.

Wie das Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) mitteilte, seit der Wasserpakt eine wertvolle Ergänzung zu bestehenden gesetzlichen Vorgaben. Deshalb könnten und sollten laut Brunner weitere interessierte Verbände und Organisationen dem Pakt beitreten.

cs/StMELF

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